KMD Gerhard Frisch

Gerhard Frisch jun.

KMD Gerhard Frisch (geb. 1955) alias: "Adde"

Studium in Esslingen (1973-1977)
seit 1980 Bezirkskantor des Kirchenbezirkes Weinsberg und seit dem 28.04.2002 Kirchenmusikdirektor.
Sein Verantwortungsbereich umfaßt die Leitung des kirchenmusikalischen Lebens der Kirchengemeinde und des Kirchenbezirkes Weinsberg.

Leiter zweier Kinderchorgruppen (zusammen 40 Kinder), der Jugendkantorei (ca. 30 Mitglieder), der Kantorei (ca. 65 Mitglieder).

Studiert ein und leitet jährlich ca 10 –12 Konzerte und geistliche Musiken (Auswahl:)
Weihnachtsoratorien von Bach, Schütz, Brunckhorst, Herzogenberg, Saint-Saens, Rheinberger u.a., Oratorien zur Passion von Bach (Johannespassion), Kühnhausen, Schütz, Händel, Keiser, Graun, Löwe, Herzogenberg,Pärt, "Ein deutsches Requiem" von Brahms, Mendelssohn "Elias", Schütz: "Musikalische Exequien", Honnegger: „König David“, Carissimi: „Jephte“, Rathgeber: „Augsburger Tafelkonfekt“, Brahms’ „Liebeslieder-Walzer“ Haydn: „Schöpfung“ zusammen mit dem Weinsberger Ballettstudio, Lohff: "Requiem für einen polnischen Jungen", Rutter: "Magnificat"

Organisator der jährlichen Konzertreihe „ Festliche Orgelkonzerte im Kirchenbezirk Weinsberg“ (sechs Konzerte im Sommer)

1977 – 1999 Chorleiter des Liederkranz Urbanus:
mehrfach Auftritte im Rahmen der Konzertreihe des „Heilbronner Sinfonie-Orchesters“, Mendelssohn’s „Lobgesang-Sinfonie“, Opernkonzerte, Liederabende, Ausgrabung und konzertante Wiederaufführung der romantischen Oper „Weibertreue oder: Kaiser Konrad vor Weinsberg“ von Gustav Schmidt.
Im Jahr 2002 wurde Gerhard Frisch zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Dazu folgender Bericht aus der Heilbronner Stimme vom 29.04.2002:

Frisch wird Kirchenmusikdirektor

Von Margit Stöhr-Michalsky

Bis zum Ende des kirchenmusikalischen Gottesdienstes in der Weinsberger Johanneskirche behielt Dekan Otto Friedrich die Überraschung für sich. Bezirkskantor und Leiter des Chores, Gerhard Frisch, wurde zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Der Kirchensonntag "Kantate" (Singet) war gut gewählt, um einen Mann zu ehren, der sich der Kirchenmusik mit Leib und Seele verschrieben hat. Der seit 22 Jahren die Kantorei der Johanneskirche leitet, den Kinderchor aufbaute, mit besonderen Konzerten und Aufführungen die Weinsberger Kultur seit Jahren mit prägt: Bezirkskantor Gerhard Frisch. Vom Oratorium "Der Messias" bis zum Kindersingspiel "Der Sängerkrieg der Heidehasen" reiche die musikalische Bandbreite, meinte Dekan Otto Friedrich. Er bescheinigte dem 46-Jährigen große Ernsthaftigkeit und Freude an der Sache auf hohem Niveau. Frisch führe Generationen zusammen und achte auf Gleichklang bei Musik und Text. Friedrich: "Wir wissen was wir an Ihnen haben."

Nach dem Abitur am Kerner-Gymnasium begann Gerhard Frisch im Oktober 1973 mit dem Studium an der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen. Bereits drei Monate später gründete der Student die Jugendkantorei Weinsberg. 1977 schloss Frisch sein Studium mit der kirchenmusikalischen B-Prüfung ab. Anfang 1978 wurde er Kantor und Organist der Johanneskirche. Der Liebhaber der Kirchenmusik ist immer auf der Suche nach etwas Besonderem. So holte er 1988 Noten aus der DDR für Loewes Passionsoratorium, das bis zum Zeitpunkt hier unbekannt war. Auch ist er offen für neue Formen musikalischer Umsetzung. Haydns "Schöpfung" mit thematischen Balletteinlagen 1998 zeugten davon.

Im Gottesdienst predigte Otto Friedrich von der Musik, die Kraftspender und Tröster sei. Sie könne Zeichen setzen gegen Hass, sie helfe, wo Worte fehlten. Landesmusikdirektor Siegfried Bauer verwendete das Luther-Zitat "Musik ist die beste Gottesgabe". Er verband damit die Aufgabe als Kirchenmusiker, diese Gabe einzusetzen, um Schwachen zu dienen. Für die "beispielhafte, künstlerische und pädagogische Leistung" überreichte er Gerhard Frisch die Urkunde mit dem Titel Kirchenmusikdirektor.

Eigentlich müsste er die Urkunde in 100 Teile zerschneiden, sagte der Geehrte. Denn so viele hätten dazu beigetragen. Die Chöre, die Geistlichen, die Familie, alle standen hinter ihm, um seine musikalischen Vorstellungen in Töne umzusetzen. Mit dem Titel kämen natürlich auch Zweifel, ob man dem gerecht werde, überlegte der vielbeschäftigte und umtriebige Kirchenmusiker. Er sehe aber auch die Chance, die Auszeichnung für wichtige Anliegen der Johanneskirche zu nutzen, "die ihm ans Herz gewachsen sind".